Historische Entwicklung des Ortes Gorsleben
Urkundlich wird Gorsleben als "Geurichsleiba" im Jahre 772 erstmals erwähnt in einem Dokument des Klosters Fulda aus der Zeit der Franken. In der über Jahrhunderte geführten Chronik des Ortes sind eine Vielzahl von geschichtlichen Ereignissen aufgeführt, die den heutigen Bewohnern der Gemeinde einen guten Überblick über die Entwicklung ihres Ortes verschaffen. Ausführlich wird berichtet über die landwirtschaftliche Entwicklung, die stets bestimmend für den Ort war. Aber auch der 30jährige Krieg von 1618 - 1648 hinterließ seine Spuren, und es dauerte Jahrhunderte bis sie gelöscht wurden. So brannte durch Verschulden der kaiserlichen Truppen am 06.05.1627 der KriegerdenkmalOrt fast vollständig nieder. Pest, Seuchen, Brände und Hochwasser brachen oftmals im Laufe der wechselvollen Geschichte über den Ort herein. Große Hungersnot war stets die Folge für die Bewohner. Von Bedeutung für die Entwicklung des Ortes waren der Ackerbau, die Viehzucht auf den Riedwiesen und der Weinbau am Schmückesüdhang. Dabei spielten die zahlreichen Rittergüter - allein 1824 werden insgesamt 6 genannt -, Bauernhöfe und das ehemalige Kloster eine wesentliche Rolle. Die Gedenktafel zum Großbrand wurde 1986 bei Putzarbeiten gefunden.In vorigem Jahrhundert hinterließen die letzten beiden großen Kriege ihre Spuren. Allein im 2. Weltkrieg verloren die Einwohner über 70 Angehörige und an mehreren Stellen im Ort kam es zu Bränden Ein Denkmal im Unterdorf erinnert an die Toten des 1. Weltkrieges. Doch die Gründung des Ortes wird von den Einwohner auch würdig begangen. So fand 1972 die 1200-Jahrfeier statt, die einen unvergesslichen Höhepunkt darstellte. Und auch für das kommende Jahr (2002) wurden die Bürger zur 1230-Jahrfeier aufgerufen, doch dazu sind bestimmte Voraussetzungen notwendig. Dazu gehören unter anderem die Gemeindeschenke und der Saal als kulturelles Zentrum.